Seife im Selbstbau (Schülerreferat)

Seife im Selbstbau (Schülerreferat)

chemieWer kennt sie nicht, die Werbung eines Herstellers von Körperpflegeprodukten, bei der eine Frau in der Dusche lustvoll stöhnt, weil der Geruch ihres Shampoos sie derart betört?!?

Ein Glück, dass solche hygienischen Produkte zur Körperpflege ein wichtiger Bestandteil unseres heutigen Alltags sind.

In der Vergangenheit sah das ganz anders aus. Zwar hatten die Menschen Überlieferungen zufolge schon immer das Bedürfnis sich zu waschen, doch verwendeten Hochkulturen wie etwa die Alten Ägypter gefaulten Urin um diesem gerecht zu werden. Um 2500 v. Chr. entwickelten die Sumerer ein Verfahren zur Herstellung von Seife aus Öl und Pottasche, die zunächst nur zur Reinigung von Wolle genutzt wurde.

Im Laufe der Zeit entwickelten die Menschen unterschiedliche „Reinigungsmittel“, um ihrem wachsenden Bedürfnis nach Hygiene nachzukommen. So haben auch die Araber im 7ten Jahrhundert n. Chr. die erste feste Seife, so genannte Kernseife, entwickelt.

In den folgenden Jahrhunderten wurde Seife zum beliebten Luxusgut an den fürstlichen und königlichen Höfen in (nahezu) aller Herren Länder. Insbesondere die Damenwelt begehrte diese Ware, weil sie einen betörenden Duft mit sich brachte.

Erst mit der Möglichkeit der industriellen Seifenherstellung um 1820 wurde sie zum erschwinglichen Gebrauchsgegenstand.

Doch, warum waschen wir uns mit Seife? Was genau ist sie?

Der Schmutz auf unseren Kleidern und unserem Körper besteht meist aus unpolaren, langkettigen Molekülen und ist folglich hydrophob (= wassermeidend) Um ihn dennoch in Wasser lösen zu können und somit die Reinigung zu gewährleisten, werden Seifen verwendet. Die Seifen gelten als Tenside, da sie einen hydrophilen (= wasserliebenden) und einen lipophilen (= fettliebenden) Anteil besitzen, der eine homogene Mischung von Wasser und Fetten ermöglicht.

Seifen sind die Kalium- bzw. Natriumsalze von Fettsäuren.

Aber wie stelle ich Seifen her?

Sie werden durch das so genannte „Seifensieden“ hergestellt. Dabei wird Fett in Glycerin und die Salze der am Aufbau beteiligten Fettsäuren gespalten.

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Im Rahmen eines Referats habe ich mich mit Kernseife (= Natriumsalz von Fettsäuren) beschäftigt und diese in der Schule selbst hergestellt. Dabei bin ich in 3 wesentlichen Schritten vorgegangen:

(1) Herstellen der Ausgangslösungen

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Natronlauge (aus Natriumhydroxidplätzchen und destilliertem Wasser)

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Kochsalzlösung (aus Salz und destilliertem Wasser)

(2) Synthese der Seife

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50g Kokosfett wurden abgewogen und anschließend auf 90 °C erwärmt

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Nun wurde Natronlauge zu dem Fett gegeben und das übel riechende Gemisch musste etwa eine halbe Stunde bei 90°C „gekocht“ werden.

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Dann endlich war eine Emulsion entstanden!

(3) Aussalzen der Seife

Das Aussalzen der Seife erfolgt durch eine Verdünnung der Emulsion mit destilliertem Wasser und anschließender Zugabe der konzentrierten Kochsalzlösung. Die Emulsion wird dadurch in 2 Phasen aufgeteilt.

8Ließe man das Becherglas einige Stunden ruhen, würde sich auf der Flüssigkeit eine feste (weiße) Seifenschicht bilden (siehe linke Abb.).

In meinem Fall war die Zeit jedoch knapp, sodass die Auftrennung der Emulsion in 2 Phasen noch nicht vollständig erfolgt war.

Da sich tatsächlich jemand bereiterklärt hat, sich mit dem Produkt die Hände zu waschen und er es ohne Schäden überstanden hat, kann ich stolz behaupten, waschechte Seife hergestellt zu haben.

Rebecca Zückert

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