Wenn dein bester Freund Drogen nehmen würde...
Normal 0 21 MicrosoftInternetExplorer4 Im Rahmen der Jugendbuchwoche 2008 kam der Autor Jörg Schmitt-Kilian an unsere Schule. Nicht nur um uns seine Werke ein bisschen näher zu bringen, sondern auch um mit uns über schwerwiegende Themen zu sprechen: Drogen, Gewalt und Gruppenzwang.Schmitt-Kilians Werke setzen sich mit dem Thema Drogen und dessen zerstörerischer Wirkung auseinander. Die Handlung beruht meist auf wahren Begebenheiten oder persönlichen Erlebnissen. Er brachte uns das Thema Drogen realistisch näher und erzählte oft aus seine Erfahrungen, da er früher als Drogenfahnder gearbeitet hatte.
Zuerst las er uns eine kurze Szene aus einem seiner Bücher vor, indem auf einer Party Joint rumgeht und ein Mädchen mit sich selber kämpft, ob sie probieren soll oder nicht. Er fragte uns, was das Mädchen wohl machen würde. Die meisten waren der Ansicht, sie würde einen Zug nehmen, schließlich sei der Gruppendruck zu groß. Einige sagten optimistisch, das Mädchen wäre stark genug um Nein zu sagen.
Die Frage blieb offen und wir kamen auf das Thema, was wir an dieser Stelle gemacht hätten und was wir uns in dieser Situation von unserm besten Freund oder unserer besten Freundin gewünscht hätten. Die meisten von uns gaben zu, sie hätten dem Gruppenzwang nicht standgehalten. Und die Wünsche an unsere besten Freunde fielen recht unterschiedlich aus. Einige sagten es wäre ihnen egal, was ihr bester Freund oder ihre beste Freundin machen würde. Andere würden sich vor der Party mit ihm oder ihr absprechen und dann beide den Joint ablehnen.
Damit wurde eine schöne Überleitung zum nächsten Thema gemacht:
Schmitt-Kilian meinte, dass jeder von uns irgendwann einmal in so eine Situation geraten würde. Er sagte aber auch, die meisten würden mit Hasch rauchen wieder aufhören oder erst gar nicht anfangen. Nur ganz wenige Jugendliche würden auf die härteren Sachen umsteigen aus dem Grund, das sie keinen (erwachsenen) Ansprechpartner für ihre Probleme hätten. Das sei das eigentlich schockierende, sagte er.
Im Laufe der beiden Schulstunden entstand ein Tafelbild, auf dem etliche Beleidigungen und Arten der seelischen Gewalt gesammelt waren. Schmitt-Kilian erzählte dazu oft kleine Ereignisse aus seinem Leben und sorgte so dafür, dass es zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde.
Kurz vor dem Ende der beiden Schulstunden fragte eine Schülerin, was wir denn machen sollten, wenn unser bester Freund Drogen nehmen würde. Es kamen einige Vorschläge, wie ihn ausschimpfen, mit ihm zu einer Beratungsstelle gehen oder dergleichen. Aber letztendlich kann man als bester Freund oder beste Freundin nicht viel ausrichten. Man kann sich bei einer Beratungsstelle informieren, aber am allerwichtigsten ist es dem Freund immer wieder zu sagen, dass man Angst um ihn hat und ihn nicht verlieren will
Zum Schluss hatten wir noch die Gelegenheit einige Bücher zu kaufen, auch wer das nicht tat, verließ den Klassenraum mit dem Gefühl für die Welt der Drogen gewappnet zu sein.
Dies ist ein Artikel der Online-Schülerzeitung
Autorin: Anja Wypchol
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