9c besucht Wallschule
„Unterlippe über die Zähne ziehen, Schneidezähne nach hier, Mundwinkel anspannen und jetzt - pusten." Die Kinder der Wallschule ließen sich nicht lange bitten: Unter Anleitung der „Großen" aus der Musikprofilklasse 9c des Ratsgymnasiums versuchten die Kinder der Klassen 3 b, 3 c und 4 c den verschiedenen Instrumenten Klänge zu entlocken.
Die Wallschulkinder hatten sich bereits seit einiger Zeit im Musikunterricht mit Instrumentenkunde beschäftigt. Da lag es nahe, die „Großen" vom Ratsgymnasium einzuladen, um sich die Orchesterinstrumente mal aus der Nähe anzusehen und vorstellen zu lassen. Die SchülerInnen der 9c brachten mit, was sie als Schüler einer Musikprofilklasse seit Jahren fast täglich in den Händen halten: Geige, Cello, Kontrabass, Querflöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Gitarre und Schlagzeug. Die Musiklehrerin der Wallschule, Anja Kluske, hatte diesen Austausch angeregt und zusammen mit Wolfram Bartsch, Musiklehrer am Ratsgymnasium, organisiert. Immer fünf SchülerInnen des Ratsgymnasiums bildeten eine Gruppe, verteilten sich auf die verschiedenen Grundschulklassen, stellten ihre Instrumente vor, beantworteten geduldig viele Fragen und halfen beim Ausprobieren – und so erklang an diesem Vormittag aus vielen Ecken der Wallschule Musik. Die Ratsgymnasiasten freuten sich sichtlich über die Neugierde der Grundschüler. Und die Wallschüler genossen es sichtlich, die verschiedenen Orchesterinstrumente kennenzulernen, anzuhören und auch selbst auszuprobieren. Die Wallschulkinder erfuhren auf diese Weise, dass die Geige, das Cello und der Kontrabass neben der Bratsche die wichtigsten Streichinstrumente sind, dass auf dem kleinsten Instrument, der Geige, die höchsten Töne und auf dem größten, dem Kontrabass, die tiefsten Töne gespielt werden können. Sie fanden es zudem lustig, dass die Gitarre ähnlich wie ein Mensch einen Kopf, einen Hals und einen Korpus mit Wirbeln hat. Und dann machte natürlich der Kontrabass in seiner Mannsgröße von 1,80 Metern mächtig Eindruck! Hier entdeckten die Kinder die „hochgezogen Schultern" und bemerkten, dass der Bogen des Kontrabass kürzer und kräftiger ist als der seiner Geschwister bei Geige, Bratsche und Cello.
Am Ende des Vormittags hatten beide Seiten das gute Gefühl, von den gemeinsam verbrachten Schulstunden profitiert zu haben. Die Rektorin der Wallschule, Elke Klußmann, zog zufrieden Bilanz: „Im Rahmen unserer Kooperation ‚Begabtenförderung Peine II' war diese lebendige und fesselnde Instrumentenkunde keine trockene Theorie, sondern ein bereicherndes und nachhaltiges Erlebnis für alle Beteiligten. So wurden einerseits die Wallschüler neugierig und wünschten sich, auch selber musizieren zu lernen und andererseits brachte es den Ratsgymnasiasten die Erfahrung der Freude bringenden Präsentation und das Erleben der Wertschätzung durch jüngere Kinder."
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