Musikkurs joggt durch Hannover
/>Dass sich sportliche und musikalische Leistungsfähig nicht ausschließen bewiesen die 22 Mitglieder der Schwerpunktkurses Musik des 11. Jahrgangs letzte Woche in Hannover.
Doch der Reihe nach: Am Anfang der sportlichen Aktivität stand der Beschluss, zum Einstieg in unser Semesterthema „Einsamkeit und Tod in den Liedern Franz Schuberts“ einen Liederabend an der Musikhochschule in Hannover zu besuchen. Um uns auf diesen Konzertabend vorzubereiten luden wir zwei Gesangsstudentinnen zu uns in den Unterricht ein: Judith Utz (6. Semester) und Lena zum Berge (8. Semester) eröffneten uns interessante Einblicke, wie der Studienalltag einer klassischen Gesangsstudentin aussieht, wie man im Laufe mehrerer Studienjahre seine Gesangsstimme schult, wie man sich eigene Interpretationen zu Kunstliedern erarbeitet und vieles mehr.
Derart gut informiert brachen wir dann am Mittwoch vergangener Woche (16.2.) zur „Schubertiade“ der Gesangsklasse von Frau Prof. Ritterbusch nach Hannover auf. Der Liederabend im Konzertsaal in der Plathnerstraße war ein eindrucksvolles Erlebnis: Die sieben Sängerinnen interpretierten insgesamt 22 Schubertlieder und lasen Ausschnitte aus Briefen des Komponisten vor. Es war eine tolle Möglichkeit, verschiedene Sängerpersönlichkeiten zu erleben und miteinander zu vergleichen, ohne dass wir uns auf einen gemeinsamen Favoriten hätten einigen können. Im Anschluss an die kurzweiligen Vorträge nahm sich die Gesangsprofessorin Frau Ritterbusch mit ihren Studentinnen noch Zeit für uns, um ein paar neugierige Fragen zu beantworten und uns einige interessante Einzelheiten über Leben als professionelle Sängerin mit auf den Weg zu geben.
Über diese interessante Plauderei war leider die Uhrzeit etwas aus dem Blick geraten. Und da wir am fortgeschrittenen Abend nicht noch eine Stunde auf den nächsten Zug zurück nach Peine warten wollten, entschieden wir uns kurzerhand zu einer sportlichen Laufeinlage quer durch Hannover. Joggender-, keuchender- und hier und da auch lamentierenderweise rannten wir zurück zum Bahnhof, den wir außer Atem aber geradeben pünktlich erreichten. Wir stolperten völlig erschöpft auf unser Gleis, wo uns die Anzeigentafel mit der Mitteilung „Zug fährt 10 später“ empfing. So sehr wir uns über die Unzuverlässigkeit der Deutschen Bahn auch ärgerten so sehr freuen wir uns bewiesen zu haben, dass sich sportliche und musikalische Leistungsfähig nicht ausschließen.
Wir bedanken uns bei den Hannoveranern am Straßenrand für die aufmunternden Zurufe.
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